DIE GESCHICHTE


Der Faro Capel Rosso erhebt sich an einem Ort von außergewöhnlicher Schönheit, ganz im Süden der Insel Giglio, an der Punta Capel Rosso: ein Ort der Stille und alter Geschichten, von dem er seinen Namen hat. Ein gepflasterter Weg und in den Fels gehauene Stufen führen zum Leuchtturm. Die roten Farbtöne des Gebäudes und die rötlichen Adern des Felsens verbinden sich in dieser eindrucksvollen Kulisse mit den leuchtenden Farben der unberührten mediterranen Macchia. Das Bauwerk wurde 1883 von der italienischen Marine, damals Regia Marina, zur Beleuchtung des südlichen Teils der Insel errichtet. Es besteht aus einem weißen, achteckigen Turm, der sich vor dem mittleren Teil der zum Meer ausgerichteten Fassade erhebt. Die Laterne befindet sich 90 Meter über dem Meeresspiegel und verfügt über eine rotierende Optik mit einer Reichweite von 23 Seemeilen. Das rechteckige, zweistöckige Gebäude mit weißen und roten Streifen beherbergte vor der Automatisierung in den 1980er-Jahren die Wohnungen der Leuchtturmwärter. Der letzte Leuchtturmwärter war Luigi Baffigi, der 37 Jahre lang im Leuchtturm lebte. 

Ursprung des Namens Capel Rosso

Der Legende nach war es der Korsar Khair ad-Din, auch bekannt als "Schrecken des Tyrrhenischen Meeres" oder Barbarossa, der im Jahr 1544 das Dorf zerstörte, die Bewohner verschleppte und die Insel praktisch entvölkerte. Eine zweite Legende erzählt von einem Mädchen namens Marsilia, das aus Siena stammte und für ihr feuerrotes Haar bekannt war, mit dem sie alle verzauberte. Auch zu jener Zeit plünderten Piraten häufig die Insel Giglio. Während eines dieser Überfälle wurde die junge Frau entführt und dem Sultan als Geschenk überbracht. Später wurde sie geachtet und verehrt, und ihr zu Ehren erhielt das heutige Vorgebirge den Namen "Capel Rosso".